Bruderschaftskirche St. Johann

Einen halben Kilometer südlich vom Ortskern Rot an der Rot ist die Stelle, an der seit 1140 für fast 300 Jahre das Kloster der Prämonstratenser-Chorfrauen stand. Jetzt erhebt sich an diesem Ort im Haslachtal die 1739/41 erbaute spätbarocke Bruderschaftskirche St. Johann, eine Leutekirche, die als barockes Gotteshaus seinesgleichen sucht.
Sie wurde 1739 -41 nach eigenen Entwürfen der Äbte Hermann Vogler (1711-1739) und Ignaz Vetter (1739-1755) für die 1579 gegründete Rosenkranzbruderschaft errichtet.
Der lichtdurchflutete Innenraum erscheint wie ein geheiligter Festsaal, der zur Sammlung einlädt und als „Theatrum Sacrum“ auf den Chorraum hinweist. In der Mitte des Hochaltars steht das Gnadenbild, eine Pieta von 1579, von einem offenen, holzgeschnitzten Baldachin überkrönt. Links und rechts assistieren die geschnitzten Figuren der Hl. Katharina von Siena und des Hl. Dominikus, die als Förderer des Rosenkranzgebetes gelten. Die Seitenaltäre verbinden sich optisch durch eine Rundumgalerie im Chorraum mit dem Hochaltar.
Der Meister der hohen Schnitzkunst an Altären und Kanzel ist der Waldseer Bildhauer Johann Georg Reusch.
Bemerkenswert sind auch die marianischen Allegorien in den Zwickeln der Oberfenster rundum im Kirchenraum, in Latein und Altdeutsch beschrieben.
Ein Besuch in der Bruderschaftskirche St. Johann gibt einen bildhaften Einblick in die Frömmigkeitsgeschichte und lädt zu Sammlung und Betrachtung ein.

Bruderschaftskirche St. Johann

St. Johann
88430 Rot an der Rot

Google Maps

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig.
Erst wenn Sie hier auf "Aktivieren" klicken, erlauben Sie uns Daten von Dritt-Anbieter-Servern (Google) zu laden.

Aktivieren